Gemeinsam Verantwortung weiterdenken

DİTİB veranstaltet bundesweite Klausurtagung zum Kinder- und Jugendschutz in Moscheen

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen und religiischen Verantwortungen unserer Zeit. Nachdem der DİTİB-Bundesverband bereits mit der Entwicklung eines bundesweiten Schutzkonzeptes für die Moscheegemeinden begonnen hatte, wurde der Entwicklungsprozess nun im Rahmen einer bundesweiten Klausurtagung gemeinsam weitergeführt.

Unter dem Titel „Kinder- und Jugendschutz in DİTİB-Moscheen“ kamen in der Kölner Zentralmoschee Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Ebenen und Bereiche der DİTİB zusammen. An der Klausurtagung nahmen unter anderem Landesverbandsvorsitzende, Landesgeschäftsführer, Vertreter der Jugend- und Elternverbände, Moscheevorstände, Religionsbeauftragte sowie Fachkräfte und Mitarbeitende aus den sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern teil.

Grundlage der Tagung war ein bereits vorbereiteter erster Entwurf des Schutzkonzeptes. Ziel der Klausurtagung war es, diesen Entwurf gemeinsam zu reflektieren, weiterzuentwickeln und aus unterschiedlichen Perspektiven zu bewerten. Dabei standen insbesondere Fragen der praktischen Umsetzbarkeit in den Moscheegemeinden, mögliche Risiko- und Schutzfaktoren sowie präventive und intervenierende Maßnahmen im Mittelpunkt.

Im Verlauf der Tagung wurden verschiedene interaktive und beteiligungsorientierte Methoden eingesetzt. Neben Fachvorträgen und moderierten Diskussionen arbeiteten die Teilnehmenden unter anderem mit SWOT-Analysen, World-Café-Methoden, Gruppenarbeiten und Zukunftswerkstätten. Die Themenbereiche umfassten unter anderem Risikoanalyse, Prävention, Intervention, Aufarbeitung sowie strukturelle Verantwortlichkeiten innerhalb der Moscheearbeit.

Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, eigene Einschätzungen, Kritikpunkte und Ergänzungsvorschläge einzubringen. Dadurch sollte nicht nur die Qualität des Konzeptes gestärkt, sondern zugleich eine gemeinsame Verantwortungskultur innerhalb der DİTİB-Strukturen gefördert werden.

Die während der Klausurtagung gesammelten Rückmeldungen und Vorschläge werden nun ausgewertet und in die weitere Überarbeitung des Schutzkonzeptes einfließen. Anschließend soll der überarbeitete Entwurf den DİTİB-Moscheegemeinden und weiteren Beteiligten erneut zur Einsicht und Stellungnahme zur Verfügung gestellt werden.

Mit der Klausurtagung setzt DİTİB einen weiteren wichtigen Schritt im Ausbau professioneller und verantwortungsbewusster Kinder- und Jugendarbeit in den Moscheegemeinden in Deutschland.

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