Auftakt der zweiten hauptamtlichen Seelsorgeausbildung

Mit Auftaktveranstaltung und erster Präsenzwoche begann der zweite Lehrgang der DITIB-Seelsorgeausbildung. Im Mittelpunkt standen religiöse Verantwortung, professionelle Haltung und die Grundlagen seelsorgerischer Begleitung.

Mit dem Start des zweiten Lehrgangs der DITIB-Seelsorgeausbildung begann zugleich eine neue Phase in der strukturierten Weiterentwicklung islamischer Seelsorge in Deutschland. Nach dem erfolgreichen ersten Ausbildungsdurchgang kamen nun erneut angehende Seelsorgerinnen und Seelsorger in Dahlem zusammen, um ihre Grundausbildung im Bereich der islamischen Seelsorge zu beginnen.

Die Auftaktveranstaltung markierte dabei nicht nur den Beginn eines neuen Lehrgangs, sondern auch den weiteren Ausbau eines Arbeitsfeldes, das innerhalb der muslimischen Religionsgemeinschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Im Mittelpunkt standen Fragen nach religiöser Verantwortung, professioneller Begleitung und der Rolle islamischer Seelsorge in einer pluralen Gesellschaft.

Neben der Projektleitung nahmen auch Vertreter des DITIB-Bundesverbands an der Auftaktveranstaltung teil. In verschiedenen Beiträgen wurde die Bedeutung einer qualifizierten, verantworteten und institutionell eingebundenen Seelsorge hervorgehoben. Dabei wurde deutlich: Islamische Seelsorge versteht sich nicht als kurzfristiges Projekt, sondern als langfristiger Beitrag zur religiösen Begleitung von Menschen in belastenden Lebenssituationen.

Im direkten Anschluss an die Auftaktveranstaltung begann die erste Präsenzwoche der Grundausbildung. Über vier Tage hinweg beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den theologischen, historischen und methodischen Grundlagen islamischer Seelsorge.

Ein Schwerpunkt der ersten Ausbildungsphase lag auf den Wurzeln seelsorgerischer Begleitung in der islamischen Tradition sowie auf der Frage, wie religiöse Verantwortung und professionelle Haltung heute zusammengeführt werden können. Die Teilnehmenden setzten sich dabei mit Formen spiritueller Begleitung, Beratung und seelsorgerischer Unterstützung auseinander und reflektierten zugleich die Anforderungen moderner institutioneller Seelsorgearbeit.

Begleitet wurde die Präsenzphase unter anderem von Prof. Dr. Cemal Tosun sowie Dr. Zuhal Ağılkaya Şahin, die unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte, Entwicklung und Praxis islamischer Seelsorge einbrachten. Ergänzend standen methodische Reflexionen, Gesprächsführung sowie Fragen professioneller Präsenz und empathischer Begleitung im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit.

Neben den fachlichen Inhalten prägten insbesondere der persönliche Austausch, gemeinsame Reflexionsprozesse und die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle die erste Ausbildungswoche. Die Verbindung aus theologischer Fundierung, praxisnaher Methodik und gemeinschaftlichem Lernen bildet dabei einen zentralen Bestandteil des Ausbildungskonzepts.

Mit dem Auftakt und der ersten Präsenzphase wurde ein weiterer Schritt hin zu einer strukturierten, qualitätsgesicherten und verantworteten islamischen Seelsorge im Auftrag der DITIB gesetzt.

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