Bildungswege für lebendige Jugendzentren
Die Abteilung für Familie und soziale Dienste der DİTİB begleitet gemeinsam mit dem Bund der Muslimischen Jugend (BDMJ), den Landesjugendverbänden sowie den durch Jugendliche gegründeten Kommissionen die Entwicklung eines Bildungsplans für die Jugendarbeit in DİTİB-Moscheegemeinden.
Ziel dieses gemeinsamen Entwicklungsprozesses ist es, Jugendvertretungen in den Moscheegemeinden bei der Planung und Durchführung vielfältiger Bildungs-, Freizeit- und Beteiligungsangebote zu unterstützen und die Jugendarbeit langfristig fachlich, strukturell und inhaltlich weiterzuentwickeln. Während der BDMJ und die Jugendvertretungen ihre Perspektiven, Bedarfe und Ideen aus der praktischen Jugendarbeit einbringen, begleitet die Abteilung für Familie und soziale Dienste den Prozess insbesondere im Bereich der konzeptionellen Strukturierung, pädagogischen Rahmensetzung und fachlichen Einordnung innerhalb der sozialen Dienste.
Ein erster gemeinsamer Workshop im Rahmen dieses Projekts fand vom 29. November bis 1. Dezember 2024 in der Kölner Zentralmoschee unter dem Titel „Inspiration trifft Action – Bildungswege für lebendige Jugendzentren“ statt.
Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter aus den Landesverbänden, Mitglieder der Bildungskommission des BDMJ sowie weitere engagierte Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen zusammen, um gemeinsam Ideen, Visionen und erste inhaltliche Grundlagen für zukünftige Jugendangebote zu erarbeiten.
Im Mittelpunkt standen Fragen wie:
- Welche Rolle sollen Jugendzentren in Moscheegemeinden künftig einnehmen?
- Welche Bildungs- und Freizeitangebote wünschen sich Jugendliche?
- Welche Themen und Kompetenzen sollen künftig stärker gefördert werden?
- Wie können Moscheen als soziale, kulturelle und gesellschaftliche Begegnungsräume weiterentwickelt werden?
Im Rahmen kreativer Arbeitsphasen entwickelten die Teilnehmenden Visionen moderner Jugendräume sowie zahlreiche Ideen zu Themenfeldern wie Gemeinschaft, Gesundheit, Nachhaltigkeit, kulturelles Engagement, Sport, gesellschaftliche Verantwortung und Solidarität.
Darüber hinaus entstanden erste Projektideen und Bildungsformate in unterschiedlichen methodischen Bereichen wie Workshops, Kursen, Exkursionen, Projektarbeiten oder Ferienprogrammen. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, religiöse Bildung mit sozialen, gesellschaftlichen und lebensweltorientierten Themen zu verbinden.
Der Workshop machte zugleich deutlich, welches Potenzial in einer partizipativen und professionell begleiteten Jugendarbeit liegt. Die intensive Mitarbeit der Teilnehmenden, die Vielfalt der Perspektiven sowie die hohe Motivation innerhalb der Arbeitsgruppen prägten das gesamte Wochenende. Auch die Evaluation zeigte insbesondere im Bereich Arbeitsatmosphäre, Offenheit und gemeinsamer Zielorientierung sehr positive Rückmeldungen.
Die im Workshop entwickelten Inhalte bilden eine erste Grundlage für die weitere Arbeit am Bildungsplan. Perspektivisch sollen die erarbeiteten Ideen weiterentwickelt, ergänzt und für Jugendvertretungen in den Moscheegemeinden nutzbar gemacht werden. Die Abteilung für Familie und soziale Dienste wird diesen Prozess weiterhin fachlich begleiten und daran mitwirken, dass Jugendarbeit langfristig als strukturierter Bestandteil sozialer Dienste in den Moscheegemeinden weiterentwickelt wird.
