DİTİB führt bundesweites Kinder- und Jugendschutzkonzept ein

DİTİB stellt finale Fassung des Schutzkonzeptes bereit und führt diese bundesweit in den Moscheegemeinden ein

Der DİTİB-Bundesverband hat den Entwicklungsprozess des bundesweiten Kinder- und Jugendschutzkonzeptes abgeschlossen und die finale Fassung im Oktober den DİTİB-Moscheegemeinden offiziell zur Verfügung gestellt.

Mit der Bereitstellung des Schutzkonzeptes setzt DİTİB einen weiteren strategischen Schritt zur strukturellen Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in den Moscheegemeinden in Deutschland um.

Dem Schutzkonzept ging ein mehrstufiger Entwicklungs- und Beteiligungsprozess voraus. Nach vorbereitenden Gesprächen und der Erstellung eines ersten Entwurfs wurde das Konzept im Rahmen einer bundesweiten Klausurtagung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher DİTİB-Strukturen fachlich diskutiert und weiterentwickelt. Anschließend erhielten Moscheegemeinden, Landesverbände und weitere Beteiligte die Möglichkeit, den Entwurf einzusehen sowie Rückmeldungen und Ergänzungsvorschläge einzubringen.

Die eingegangenen Stellungnahmen wurden ausgewertet und bei der Überarbeitung des Konzeptes berücksichtigt. Ziel des Entwicklungsprozesses war es, ein Schutzkonzept zu erarbeiten, das sowohl fachlich verantwortungsvoll als auch innerhalb der unterschiedlichen Gemeindestrukturen praktikabel umsetzbar ist.

Das Schutzkonzept wurde unter Berücksichtigung fachlicher Standards des Kinder- und Jugendschutzes sowie der bestehenden Gemeindestrukturen entwickelt. Es enthält unter anderem Regelungen zu Prävention, Sensibilisierung, Verhaltensrichtlinien, Risikoanalyse, Beschwerde- und Interventionswegen sowie Verantwortungs- und Meldeverfahren im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Das Konzept dient den Moscheegemeinden künftig als Orientierungs- und Handlungsrahmen für eine achtsame, verantwortungsvolle und sichere Gestaltung der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Prävention, Sensibilisierung, transparente Verfahrenswege sowie die Stärkung eines bewussten Umgangs mit dem Kindeswohl innerhalb der Gemeindestrukturen.

Zugleich versteht DİTİB das Schutzkonzept nicht als abschließendes Dokument, sondern als Teil eines langfristigen Entwicklungs- und Professionalisierungsprozesses im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in den Moscheegemeinden. Die praktische Umsetzung, weitere Sensibilisierung sowie zukünftige Schulungs- und Begleitmaßnahmen werden daher eine zentrale Rolle in den kommenden Schritten einnehmen.

Mit der bundesweiten Einführung des Schutzkonzeptes unterstreicht DİTİB die Bedeutung institutioneller Verantwortung, Prävention und transparenter Schutzstrukturen innerhalb der Moscheearbeit.

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