Dritter Workshop des DITIB Stipendiums für Soziale Dienste in Mannheim durchgeführt

Fachlicher Austausch, gesellschaftspolitische Reflexion und praxisnahe Einblicke in muslimische Sozialarbeit

Vom 13. bis 15. Juni 2025 fand in Mannheim der dritte Workshop des DITIB Stipendiums für Soziale Dienste statt. Gastgeber des Workshop-Wochenendes war die muslimische Kita Lalezar in Mannheim, in deren Räumlichkeiten ein großer Teil des Programms durchgeführt wurde.

Der Workshop verband erneut fachliche Weiterbildung, persönliche Reflexion und praxisnahe Einblicke in muslimische Sozialarbeit. Gleichzeitig bot das Wochenende den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, ihre bisherigen Erfahrungen aus Studium, Ausbildung, Gemeindearbeit und Projektpraxis miteinander zu verknüpfen.

Im Mittelpunkt standen in diesem Workshop insbesondere gesellschaftspolitische Fragestellungen, systemisches Arbeiten mit Familien, islamische Ethik in der Sozialarbeit sowie Selbstmanagement und berufliche Rollenreflexion. Die verschiedenen Module wurden durch Fachreferentinnen und Fachreferenten aus unterschiedlichen Bereichen begleitet.

Im Rahmen von Modul A beschäftigten sich die Teilnehmenden gemeinsam mit Nadja El-Ammarine intensiv mit systemischer Familienarbeit, praktischen Fallanalysen sowie methodischen Ansätzen in der psychosozialen Begleitung muslimischer Familien.

Das gesellschaftspolitische Modul C wurde durch Dr. Zekeriya Altuğ begleitet und widmete sich Fragen gesellschaftlicher Partizipation, religiöser Dynamiken sowie der Rolle von Moscheegemeinden innerhalb sozialpolitischer Strukturen in Deutschland. Dabei wurden unter anderem aktuelle Herausforderungen muslimischer Gemeinschaften, politische Beteiligungsmöglichkeiten sowie Perspektiven professioneller muslimischer Wohlfahrtsarbeit diskutiert.

Im Modul B vermittelte Havva Sümeyra Emrem Grundlagen islamischer Ethik in der Sozialarbeit und setzte sich gemeinsam mit den Teilnehmenden mit Fragen von Verantwortung, Berufsethik, gesellschaftlichem Engagement sowie möglichen Spannungsfeldern zwischen sozialpädagogischer Praxis und religiösen Perspektiven auseinander.

Darüber hinaus beschäftigte sich Modul D mit dem Thema Selbstmanagement in sozialen Berufen. Im Fokus standen unter anderem berufliche Identität, Selbstreflexion, Psychohygiene, Burn-Out-Prävention sowie die Frage, wie angehende Fachkräfte langfristig gesund und strukturiert in sozialen Arbeitsfeldern wirken können.

Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops lag auf dem direkten Praxisbezug. Die Durchführung in der Kita Lalezar ermöglichte den Stipendiatinnen und Stipendiaten unmittelbare Einblicke in muslimische Bildungs- und Sozialarbeit vor Ort. Die Verbindung zwischen Theorie, Gemeindepraxis und professioneller sozialer Arbeit wurde dadurch auf besondere Weise erfahrbar.

Ein besonderer Dank gilt dem Verein Lalezar e.V. für die herzliche Gastfreundschaft und die Möglichkeit, den dritten Workshop in den Räumlichkeiten der Kita Lalezar durchführen zu dürfen. Die praxisnahen Einblicke in die Arbeit einer muslimischen Kindertageseinrichtung sowie die offene und wertschätzende Atmosphäre vor Ort stellten für die Stipendiatinnen und Stipendiaten eine große Bereicherung dar.

Insbesondere danken wir dem Vorsitzenden des Vereins Lalezar e.V., Fatih Şahin, sowie der Leiterin der Einrichtung, Sevgi Uysal-Şahin, und dem gesamten Team der Kita Lalezar für ihre Offenheit, Unterstützung und die angenehme Begleitung während des gesamten Workshop-Wochenendes.

Besonders hervorheben möchten wir außerdem das langjährige Engagement von Faruk Şahin, der die Idee des DITIB Stipendiums für Soziale Dienste von Beginn an mit begleitet und wichtige Impulse für die Entwicklung des Programms gegeben hat. Durch seine kontinuierliche Unterstützung, seine fachlichen Perspektiven sowie seine Präsenz vor Ort leistete er auch während des Workshops einen wertvollen Beitrag für die Teilnehmenden.

Zum Abschluss des Workshops wurde zudem ein gemeinsames Videoprojekt umgesetzt, das Eindrücke, Perspektiven und Stimmen aus dem DITIB Stipendium für Soziale Dienste dokumentiert. Für die videografische Begleitung und Umsetzung danken wir Hasan Hüseyin Zengin und seinem Team herzlich.

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