Zweiter Workshop des DITIB Stipendiums für Soziale Dienste in Köln durchgeführt

Praxisorientierte Vertiefung zu Kinderschutz, interkulturellen Kompetenzen und sozialer Verantwortung

Vom 23. bis 25. Dezember 2024 fand der zweite Workshop des DITIB Stipendiums für Soziale Dienste in der Zentralmoschee Köln statt.

Der zweite Workshop knüpfte an die Inhalte des ersten Treffens an und setzte einen deutlich stärkeren Schwerpunkt auf praxisorientiertes Arbeiten, fachliche Reflexion sowie interaktive Methoden. Damit wurde zugleich auf die Rückmeldungen und Wünsche der Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem ersten Workshop eingegangen.

Im Mittelpunkt standen Themen wie Kinderschutz, interkulturelle Kompetenzen, pädagogisches Handeln, muslimische Identität sowie gesellschaftliche Verantwortung innerhalb sozialer Arbeitsfelder. Die verschiedenen Module wurden durch Fachvorträge eingeführt und anschließend durch Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Fallanalysen und Reflexionseinheiten praxisnah vertieft.

Besonders die praxisorientierten Fallbeispiele aus dem Bereich der sozialen Arbeit sowie die intensive Selbstreflexion wurden von den Teilnehmenden positiv hervorgehoben. Die Verbindung von fachlicher Professionalität, persönlicher Entwicklung und religiöser Reflexion bildete erneut einen wichtigen Bestandteil des Workshops.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem gesellschaftlichen Engagement muslimischer Fachkräfte in Deutschland. Dabei wurden Fragen sozialer Verantwortung, politischer Teilhabe sowie die Rolle muslimischer Wohlfahrtsstrukturen diskutiert. Gleichzeitig wurden die Stipendiatinnen und Stipendiaten dazu angeregt, soziale Problemlagen innerhalb ihrer Gemeinden bewusster wahrzunehmen und sich mit internationalen Lösungsansätzen auseinanderzusetzen.

Im Rahmen des Workshops arbeiteten die Teilnehmenden zudem an verschiedenen Methoden der Sozialforschung, Bedarfsanalyse und Projektentwicklung. Ziel ist es, soziale Herausforderungen innerhalb muslimischer Lebenswelten künftig stärker fachlich zu analysieren und praxisorientierte Lösungsansätze zu entwickeln.

Besonders positiv wurde die offene und vertrauensvolle Atmosphäre innerhalb der Gruppe wahrgenommen. Der Austausch zwischen den angehenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen entwickelte sich im Verlauf des Programms zunehmend zu einem starken Netzwerk gegenseitiger Unterstützung.

Begleitet wurde der Workshop durch die Abteilung für Familie und Soziale Dienste der DITIB. Unterstützt wurde das Programm unter anderem durch Faruk Şahin vom Trägerverein Lalezar e.V. sowie Havva Sümeyra Emrem aus der Abteilung für Familie und Soziale Dienste.

Mit dem zweiten Workshop wurde die fachliche und persönliche Entwicklung der Stipendiatinnen und Stipendiaten weiter vertieft und ein weiterer wichtiger Schritt zur Professionalisierung sozialer Dienste innerhalb muslimischer Gemeinschaften in Deutschland gesetzt.

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